Kleingärtnerverein Frechen, Rosmarpark e.V.

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Wannmühle

Auf unserem "Historienplatz" am "Teich im grünen Winkel" präsentieren wir eine Sammlung von Gerätschaften, mit denen unsere Altvorderen gearbeitet haben.
So etwas ist zum Wegschmeißen viel zu schade und bedarf einer würdigen Präsentation.
Die Exponate sind Privateigentum und für diese Dauerausstellung von Gartenfreunden zur Verfügung gestellt worden.

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Der Historienplatz am "Teich im grünen Winkel"


 
Unter einem Schutzdach haben wir die über 100 Jahre alte, inzwischen restaurierte, Wannmühle vor den Unbilden der Witterung etwas geschützt aufgebaut. Diese Wannmühle hat in einem alten Bauernschuppen die Jahre im Dornröschenschlaf verbracht und wurde erst im Jahr 2004 wieder ans Tageslicht geholt. Trotz der Jahre ist sie noch gut erhalten und die Mechanik arbeitet einwandfrei (Ob unsere heutigen Gerätschaften in 100 Jahren auch noch so problemlos funktionieren sei dahin gestellt). Es fehlten zwar die Siebe, die Kurbel und der Einfülltrichter, aber das ist alles zu ergänzen.
 
Im Vordergrund links ist eine alte Brikettwaage aufgestellt. Diese wurde früher von einem Frechener "Klüttenhändler" zum Abwiegen der Braunkohlenbrikett für seine Kunden verwendet.
 
Ganz links am Zaun ist die nächste Verbindung mit Frechen zu erkennen, nämlich das Schild zum "Teich im grünen Winkel". Es besteht aus einem in der Mitte aufgeklappten Steinzeugrohr. Für Steinzeugrohre und Krüge ist Frechen seit Jahrhunderten bekannt. Steinzeug findet sich noch an mehreren Stellen in der Anlage wieder. So sind fast alle Wegeschilder aus Steinzeug hergestellt worden.
 
Vorne rechts steht eine alte zwei Mann-Feuerwehrhandpumpe, deren Alter sich nicht mehr genau feststellen läßt.
Links neben der Wannmühle hat  noch ein alter Handschleifstein seinen würdigen Platz gefunden.
 
Im Juli findet hier unser traditionelles Teichfest statt. Jeder bringt gute Laune und alles was er essen und trinken möchte mit zu einem gemütlichen Beisammensein. Diese Art Feste zu feiern erfordert keinen großen Organisationsaufwand. Ich habe diese Feste in Dänemark kennen gelernt. Die Dänen sind sehr liebenswürdige Menschen und verstehen es ausgesprochen gut und gemütlich zu feiern.
 
Im Hintergrund, außerhalb der Umzäunung steht unser Insektenhotel unter einem Schutzdach. Dieses wird sehr gut von vielen Kleintieren angenommen.
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Wozu wurde eine Wannmühle früher verwendet?


 
Ich gebe gerne zu, dass ich es bis vor ein paar Jahren auch nicht wußte. Ja, bis ich diese alte Wannmühle in einem Bauernschuppen entdeckte und ratlos davor stand. Erst  wurden Recherchen angestellt und das  Museum
in Kommern besucht. Dort durften wir, nach vorheriger Genehmigung durch die Museumsleitung, funktionierende Wannmühlen von allen Seiten betrachten und auch bedienen um hinter das Geheimnis der Funktion zu kommen. Dort gemachte Fotos haben uns sehr bei der Restaurierung geholfen. Unser Dank gilt der Museumsleitung für dieses Entgegenkommen.
 

Fertigung der Wannmühlen.


Unsere Wannmühle wurde um 1900 von dem Stellmacher Joh. Rein Schiffer & Co zu Köln hergestellt. Es gab keine Fabrikfertigungen sondern nur die Handarbeit der vielen Stellmacher im Lande. Daher gibt es auch so viele unterschiedliche Wannmühlen. Aber das Grundprinzip ist bei Allen gleich.
 
Dieses Prinzip ist das Herzstück eines jeden modernen Mähdreschers. Mit dem Unterschied, dass heute der
Motor die Arbeit verrichtet und früher die menschliche Muskelkraft.  Alle Mähdrescher arbeiten mit diesem, von unseren Vorfahren erdachten Verfahren zur Trennung der Spreu vom Getreide.
 

Frühere Verfahren.


Die Getreidekörner wurden früher im Herbst/ Winter mit Dreschflegeln auf der Tenne und Muskelkraft aus den Ähren geschlagen. Das Stroh wurde abgesammelt. Übrig blieben Spreu und Getreidekörner. Dieses wurde dann in flache Wannen aus Korb oder geflochtenem Stroh gefüllt und vor der Tenne begann die Arbeit des Trennens. Spreu und Körner wurden in die Luft geworfen. Der Wind blies die leichte Spreu fort und nach unzähligen Wiederholungen waren nur noch die Körner übrig. Daher stammt auch der Spruch "die Spreu vom Weizen trennen".
 

Wannmühlenfunktionsprinzip.


Die Wannmühlenentwicklung stellte schon Hightec dar, wie wir heute sagen würden. Spreu und Körner wurden oben auf der Wannmühle in einen Trichter geschüttet. Ein Mensch (Mann, Frau, Kind!) drehte die Kurbel. Durch Gestänge wurden die Siebe bewegt und dadurch auch Spreu und Körner. Die Siebe waren mit unterschiedlich großen Maschen versehen. Oben größere und nach unten immer feiner werdend. Je nach Korngröße wurden unterschiedliche Siebe verwendet. Im rechten runden Teil befindet sich ein Windflügelrad. Die Kurbelumdrehung trieb mit Untersetzung dieses Windrad an und der Windstrom trennte sehr effektiv die Spreu vom Korn. Die Spreu wurde heraus geblasen und die Körner in Rutschen aufgefangen und in Gefäße geleitet , die dann regelmäßig geleert wurden. Es war ein mühsames und anstrengendes Geschäft, bis die Körner den Menschen und Tieren als Nahrung zur Verfügung standen.
 

Weiterentwicklung.


Danach wurden die Maschinen größer. Es kam noch ein Schlagwerk vor den Einfülltrichter und über flache Ledertreibriemen trieben Traktoren die Dreschmaschinen an. Nachgeschaltet war eine Ballenpresse, damit das gedroschene Stroh einfach transportiert und gelagert werden konnte.
 
Der letzte Schritt der Entwicklung ist die Kombination mit einem vorgelagerten Schneidwerk und einem eigenen Antrieb. Fertig ist der selbstfahrende Mähdrescher.
 
Alles beruht auf der grandiosen Idee eines unserer Vorfahren und einer ständigen Weiterentwicklung durch nachfolgende Tüftler.
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Vor der Restaurierung
Nach der Restaurierung
Vor der Restaurierung